Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten

Nachtschicht – Die erste lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten an der Bergischen Universität Wuppertal

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LNDAH 1„Nachtschicht – Schreiben bis der Tag anbricht“ war unser Motto für die „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“, ein deutschlandweites Event, das von unserer Schreibwerkstatt wort.ort dieses Jahr zum ersten Mal an der Bergischen Universität Wuppertal ausgerichtet wurde. Nachdem wir unsere Schreibnacht begeistert über mehrere Monate geplant und akribisch vorbereitet hatten, trudelten am 20. März ab 18 Uhr viele arbeitswütige Studierende in unserem extra dafür hergerichteten Gebäude MI ein und machten im wahrsten Sinne des Wortes eine ganze Nacht zum Tag. Dabei nutzten sie unser buntes Angebot an Schreibräumen, Beratungsmöglichkeiten, Workshops und Sportaktionen – nicht wenige von ihnen sogar bis 6 Uhr morgens.

Gleich am Einlass fiel uns auf, dass sehr viele der TeilnehmerInnen mit großen Ambitionen und dem festen Ziel vor Augen, das eigene Schreibprojekt in dieser Nacht „so weit wie nur eben möglich“ voranzutreiben, hergekommen waren. Denn nachdem sie von uns ein „Nachtschicht“-Programm und eine prall gefüllte Tüte voller Brainfood in die Hand gedrückt bekommen hatten, trieb es die meisten direkt in einen der drei Schreibräume, die ausschließlich für ruhiges Arbeiten genutzt werden konnten. Am Ende der Nacht erzählten uns viele Studierende, dass sich ganz besonders die Erfahrung, gemeinsam in einer produktiven Atmosphäre zu arbeiten, positiv auf ihren Schreibprozess ausgewirkt habe.

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Für den Fall, dass es am Anfang oder später in der Nacht aber doch mal beim wissenschaftlichen Arbeiten haken sollte, boten wir zu Beginn erst einmal 10 min.-Speedberatungen an, um den mit sich hadernden Studierenden erste Impulse zu geben. Später konzentrierten sich unsere regulären Beratungen, die in den Beratungsräumen von unseren unermüdlichen Peer-TutorInnen die ganze Nacht durchgeführt wurden, dann allerdings eher auf grundsätzliche Probleme mit dem wissenschaftlichen Schreiben. Wer nicht nur an seinem aktuellen Projekt feilen, sondern auch für seine zukünftigen Schreibaufgaben Allgemeines mitnehmen wollte, hatte die Gelegenheit an kompakten Workshops wie „Auf der Jagd nach dem roten Faden – Themeneingrenzung & Strukturierung“, „Mit dem Kopf durch die Wand oder doch lieber die Tür suchen – Wege aus der Schreibblockade“ und „Cita-wer-vi-was? – Literaturverwaltung mit Citavi“ teilzunehmen.

Aber natürlich kann es in einer solchen Nacht nicht zwölf Stunden ununterbrochen nur darum gehen, sein Gehirn anzustrengen, Wissen über den Schreibprozess aufzusaugen und im Akkord auf seine Laptop-Tastatur einzudreschen. ÜbungsleiterInnen des Hochschulsports der Universität waren dafür zuständig, unseren zwischenzeitlich ausgelaugten Schreibenden den Kopf wieder freizubekommen: zum Auftanken konnte man sich als Ausgleich zur unermüdlichen Schreibtischsitzerei regelmäßig in kleinen Gruppen zu kurzen Fitness-Übungen und einem Power-Kurs im unieigenen Fitness Center „BergWerk“ zusammenfinden. Zum Abschalten gab es einen Stressless-Kurs, eine Masseurin und eine gemütliche Snoozle-Wiese mit Decken und Kissen. Zusätzlich hatten wir uns eine weitere Aktion zum Wiedermunterwerden ausgedacht. Die TeilnehmerInnen konnten bei unserer „Nachtschicht“-Rallye mitmachen und am Ende unter anderem Preise wie einen 35-Euro-Einkaufsgutschein und Kinokarten gewinnen. Für „Fun, Action und Competition“ sorgten dabei Spiele wie Leitergolf, Schätz- und Assoziationsspiele und die teils abenteuerliche nächtliche Schnitzeljagd „In 80 Metern um den wort.ort“. Studierende, die sich zwischendurch weder zum Arbeiten noch zu sportlichen Aktionen aufraffen wollten, konnten sich einfach in unser Schreibcafé setzen, sich mit Gleichgesinnten unterhalten und dabei unserem eigens für die Abend kreierten „All-Night-Long“-Soundtrack mit Gassenhauern wie „Nightshift“, „Nightfever“ und „The Rhythm of the Night“ lauschen.

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Wer so lange so unermüdlich arbeitet, will gut verpflegt sein. Neben unserer Brainfood-Tüte mit Klassikern wie Bananen und Äpfeln, Studentenfutter und Traubenzucker konnte man sich in unserer Küche die ganze Nacht über mit Kaffee, Tee, Wasser und kleinen Snacks versorgen. Als kleines Schmankerl kochten wir im um Mitternacht auch noch eine Buchstabensuppe. Die Studierenden, die bis zum Ende durchgehalten hatten, versammelten sich dann am frühen Morgen ziemlich müde aber anscheinend sehr zufrieden um unseren großen Frühstückstisch. Bei Brötchen, Kaffee, Sekt und zu den letzten Klängen des „All Night Long“-Soundtracks wurde zwar viel gegähnt aber trotzdem fröhlich von den Erfahrungen mit der Schreibnacht berichtet und die Gewinner der „Nachtschicht“-Rallye nahmen bei einer feierlichen Verleihung ihre Preise in Empfang. Während die Sonne aufging, die Vögel zu zwitschern und der Nachbarshahn zu krähen begann, machten sich dann alle gegen 6 Uhr auf den Weg nach Hause, um ihren wohlverdienten Schlaf zu genießen.

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